Informierte Berater verstehen sich auf die Beschaffung von Informationen, die sie auf leicht verständliche Weise weitervermitteln. Solche Menschen besitzen meist Geduld und Ausdauer und vertagen ein Entscheidung lieber so lange, bis sie möglichst viel über eine Aufgabe in Erfahrung gebracht haben. Aussenstehende mögen dies als Entscheidungsschwäche missdeuten. Der informierte Berater hält es jedoch für besser, alles korrekt zu erfassen und nicht vorschnell einen Rat zu erteilen, der sich später als falsch erweisen könnte. Solche Menschen spielen eine unschätzbare Rolle in der Unterstützung ihrer Teammitgliede, sie besitzen jedoch kaum starke Präferenzen im Organisations-Bereich. Sie wollen vor allem dafür sorgen, dass die Aufgabe korrekt erledigt wird und dass alle notwendigen Informationen vorliegen.
s&p und k&p setzen zur Unterstützung bestimmter Dienstleistungen als Test-Instrument das Verfahren «TMS - Team Managemenet System» ein.
TMS und seine Wurzeln
Das Team Management System wurde von Dr. Charles Margerison und Dr. Dick McCann am Institute of Team Management Studies in Brisbane/Australien entwickelt. Sie führen seit über 20 Jahren wissenschaftliche Forschungen und Interviews mit erfolgreichen und erfolglosen Teams durch. Das Ziel dieser Untersuchungen, die Beschreibung und Übertragung der Strategien und Fak-toren, welche für ein erfolgreiches Team verantwortlich sind, liegt in Form des TMS-Profils vor. TMS ist weder ein rein psychologisches (wie DISG, MBTI u.a.) noch ein rein soziologisches Modell (wie Belbin). Durch die Synthese von Arbeitsfunktionen und Arbeitspräferenzen kann es als psycho-soziologisches Modell bezeichnet werden. Bis 2002 ist das TMS von rund 700.000 Personen in 118 Ländern genutzt worden. Es liegt in englischer, deutscher, französischer, italienischer, spanischer und holländischer Sprache vor.
Wie ist TMS aufgebaut
Margerison-McCann definieren in Anlehnung an C.G. Jung vier Schlüsselbereiche, die für die verschiedenen Präferenzen im Arbeitsbereich wesentlich sind:
- die bevorzugte Art, mit anderen Menschen zu kommunizieren,
- die bevorzugte Art, Informationen zu sammeln und zu nutzen,
- die bevorzugte Art, Entscheidungen zu treffen,
- die bevorzugte Art, sich selbst und andere zu organisieren.
Diese vier Arbeitspräferenzen werden durch 60 validierte Fragen gemessen. Das daraus generierte Profil unterscheidet 208 verschiedene Teamrollen-Varianten.
Die neun Arbeitsfunktionen
TMS beschreibt die folgenden neun Arbeitsfunktionen und stellt darin die drei dominierenden Rollen des Probanden fest.
| Beraten: |
Informationen beschaffen und vermitteln. |
| Innovieren: |
Ideen hervorbringen und damit experimentieren. |
| Promoten: |
Neue Ansätze suchen und andere davon überzeugen. |
| Entwickeln: |
Neue Ansätze beurteilen und ihre Anwendbarkeit prüfen. |
| Organisieren: |
Mittel und Wege finden, um die Aufgaben zu erledigen. |
| Umsetzen: |
Leistungen kontinuierlich erbringen. |
| Überwachen: |
Die Qualität sichern und Fehler beheben. |
| Stabilisieren: |
Standards und Prozesse in hoher Qualität aufrechterhalten. |
| Verbinden: |
Aufgaben koordinieren und integrieren. Hier ist die systemische "Führungszentrale" eines Teams. Der Vorgesetzte, Projekt- oder Teamleiter nimmt diese in der Regel wahr. |
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Wie gut ist TMS erforscht
TMS wird fortlaufend auf Reliabilität, Test-Retest und Validität überprüft. Das Forschungshandbuch, Ausgabe 1999 liegt vor. Die letzte Stichprobe aus dem Jahr 2002 wurde mit 134.000 Führungskräften aus 80 Ländern durchgeführt.